STRESS & WUT – So kannst du die Energie positiv nutzen!

Wer mich nur von meinen Youtube Videos kennt, könnte meinen, dass ich das ganze Jahr singend durch Österreichs Wälder und Wiesen laufe. Das mache ich tatsächlich gerne, aber eben nicht immer. Ich bin ein positiver Mensch und in der Regel sehr glücklich, aber auch ich erlebe stressige Situationen und bisweilen auch Wut.

Das ist auch gut so!

Evolutionär betrachtet..

Versetzen wir uns in die Situation unserer Steinzeit Vorfahren. Sie laufen durch die Savanne und plötzlich kommt ein Säbelzahntiger. Überlebt haben jene Vorfahren, deren Körper Stresshormone ausgeschüttet haben und dadurch schnell die Flucht ergriffen hatten. Vermutlich haben unsere Steinzeitvorfahren auch den Verlust betrauert, wenn ein Säbelzahntiger jemand aus der Menschensippe verspeist hatte, oder jemand erfroren ist, weil es kein Feuer gab. Diese Wut brachte wohl einige dazu, sich Gedanken zu machen, wie sich künftig derartige Situationen vermeiden lassen.

Es ist völlig natürlich wütend oder gestresst zu sein. Es ist eine starke Energie.

Leider wird in der Gegenwart diese Energie oft sehr negativ eingesetzt.

Destruktiv ist es, wenn wir diese starke Energie aufstauen und gegen uns selbst richten. Beispielsweise, wenn man nach einem stressigen Arbeitstag glaubt vor dem Fernseher abzuschalten. Ein wirksames Mittel gegen Stress ist es, ein paar Mal in der Woche Sport zu treiben und die aufgestaute Energie so zu nutzen, dass man fitter und aktiver wird.

Im schlechtesten Falle staut sich über die Woche allerdings diese Energie und wird am Wochenende mit Alkohol unterdrückt. Daraus kann eine Situation wie in einem Kochtopf entstehen, bei dem der Druck immer weiter steigt, bis irgendwann der Deckel wegfliegt. Die Schlimmste Variante ist es, diese Energie GEGEN andere einzusetzen. Die Zeitungen sind leider voller derartiger Fälle, in denen außer Kontrolle geratenen Menschen andere verletzen.

Setze die Energie richtig ein,  zu deinem Vorteil

Aber genug der Negativität! In diesem Beitrag geht es darum, wie du WUT & STRESS nutzen kannst um dein Leben auf das nächst Höhere Level zu bringen. Wut entsteht meistens weil etwas nicht so gelaufen ist, wie du es dir erhofft hast. In unserer Gesellschaft sind das meistens berufliche, sportliche oder private Angelegenheiten.

Die gute Nachricht dabei, das sind meistens Bereiche, in denen man durch konsequente Arbeit besser wird. Wenn man also wütend ist, weil man einen Wettkampf verloren hat, macht es Sinn diese starke Energie in zusätzliche Trainingseinheiten fließen zu lassen. Wir haben also leistungssteigerndes Doping – völlig legal!

Zusammengefasst, Wut ist etwas natürliches, es ist eine starke Energie und es liegt an uns, ob die Energie positiv oder negativ ist. Richte die Wut nicht gegen dich oder andere, sondern freue dich über eine starke Energiequelle, die dir helfen kann deine Ziele zu erreichen. Ich weiß von mir selbst, wenn ich sehr aktiv und bewusst lebe, ergibt sich eine Aufwärtsspirale, in der ich Herausforderungen mit Leichtigkeit schaffe.

Ich denke also blog ich

Dem Philosophen René Descartes wird zugeschrieben, dass er den berühmten Satz formulierte, ich denke also bin ich. Meine Blogger Kollegin Laura fragte in ihrer Blogparade Mut & Frust- Network & Lust nach den Gründen weshalb andere mit dem Schreiben angefangen haben. Nun, bei mir stand am Anfang ein Youtube Projekt. Ich bastelte mit WordPress diese nette Seite hier, weil ich den Leuten eine Möglichkeit geben wollte, dass sie mehr über den Typen erfahren, der da in der grünen Badehose Sportübungen vorzeigt.

Aber schon bald merkte ich, wie gut mir das Schreiben tat!

Denn oft hatte ich zu einem Thema eine klare Meinung. Wenn ich einen Beitrag auf meinem Fitnessblog veröffentliche, verwende ich viel Zeit damit, meine Inhalte gründlich auf ihren Mehrwert zu prüfen. Dabei habe mich oft ertappt, wie ich völlig neue Perspektiven wahrnehmen konnte. Mein Motivationsblog hingegen hilft mir meine Gedanken zu ordnen. Vermutlich bin ich selbst mein treuster Leser, denn zu lesen wie ich diverse Schwierigkeiten gemeistert habe und Erfolge feiern konnte, inspiriert mich immer wieder weiter zu machen – neue Texte zu schreiben, weitere Videos zu drehen und den nächsten Marathon zu laufen.

Ebenso trete ich gerne in Kontakt mit anderen Menschen. Der Austausch mit anderen Bloggern hilft mir die Qualität meiner eigener Projekte zu steigern, Kommentare von anderen Sportlern bereiten mir eine große Freude. Ich hoffe auch sehr, dass ich andere Menschen dazu motiviere, mehr Sport zu machen, ein aktiveres Leben zu führen und positiv zu denken. Rückmeldungen in diese Richtung pushen mich mehr als ein paar Tassen Kaffee. 😉

Letztlich finde ich auch, dass jeder der einen entsprechenden Mehrwert bietet auch Geld damit verdienen soll. Die Einnahmen daraus sind bei diesem Projekt noch sehr überschaubar. Ich arbeite aber hart daran mich zu verbessern und investiere viel Zeit damit, hochwertige Inhalte zu liefern. Ich bin selbst schon extrem gespannt wohin dieser Weg mich künftig noch führen wird.

Natürlich wünscht man sich immer mehr Erfolg, dass beispielsweise mehr Menschen auf den Blog aufmerksam werden. Und ja, auch ich bin manchmal etwas enttäuscht, wenn ein Video oder ein Blogbeitrag sehr viel Zeit und Energie beansprucht hat, und dann verhältnismäßig wenig Anklang findet. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, dass man selbst fast zu kritisch ist und das Feedback der User dann viel positiver ist, als man es selbst erwartet hätte.

Wie unser Denken Realität erschafft

Ich lese sehr gerne inspirierende Blogs. Auf dem Blog be pure be you bin ich auf eine Blogparade gestoßen, bei der Gastbeiträge zum Thema „Funktioniert das Gesetz der Anziehung überhaupt?“ gesucht werden.

Ein Thema das mich ungemein fasziniert, denn im Sport ist man nur erfolgreich, wenn man an sich glaubt und bereit ist, für seine Ziele große Kraftanstrengungen auf sich zu nehmen.

Auf meinem Youtubekanal erwähne ich oft, dass es wichtig ist sich klare Ziele zu setzen. Das möchte ich nun ergänzen. Es ist wichtig, große Ziele im Leben zu haben. Ich meine damit, richtig lächerlich große Ziele. Letzten Frühling war ich nach einem 5km Lauf körperlich am Limit.

Das ist kein Zustand der für mich akzeptabel ist, deshalb beschloss ich, dass ich in einem halben Jahr einen Marathon laufen werde. Natürlich reicht es nicht sich nur Ziele zu setzen und die meisten Menschen scheitern bei der nächsten Hürde. Frage dich, was genau muss ich unternehmen um meine Wünsche und Ziele zu erfüllen?

Ehrlich gesagt, mein Marathonprogramm fing so an, dass ich bei Google nachgeforscht habe, wie man in einem halben Jahr marathonfit wird. Ich suchte nach wissenschaftlich fundierten Beiträgen, Berichten von anderen Sportlern und saugte schließlich dieses Wissen auf wie ein Schwamm.

Ich wusste nun, es war an der Zeit einen gesunden Lebensstil zum normalen Alltag zu machen. Vernünftige Ernährung und jeden Tag Sport, das waren die Zutaten für meinen Erfolg.

Wichtig ist dabei die Kontinuität. Immer wieder liest man in Foren von Menschen, die 1-2 Wochen intensiv trainieren und dann aufhören, weil es zu anstrengend wird. Mit dieser Einstellung kommt man nicht weit, nicht nur im Sport, sondern auch in anderen Lebensbereichen.

Wer es allerdings schafft, den produktiven Lebensstil zum Alltag zu machen, der hat fast schon gewonnen. Ich merkte ab einem gewissen Zeitpunkt, dass mich mein Unterbewusstsein antrieb, wenn es draußen regnete und ich eine „Ausnahme“ wegen des Regens machen wollte. Es war eine einfache Entscheidung, will ich erfolgreich sein, ja oder nein? Also, Laufschuhe schnüren und raus! 🙂

Bedenke, wenn du zuhause sitzt und Fernseher schaust, wird irgendjemand gerade besser. Irgendjemand lebt gerade deinen Traum.

 Frage nicht wie, frage dich wieso!

42,192 km sind eine unglaublich lange Distanz. Viele fragen sich, wie man so lange laufen kann. Doch das ist meines Erachtens die falsche Frage. Es geht darum, wieso jemand so lange laufen will.

Für mich war es klar. Ich wollte so fit werden wie nie zuvor. Die Bequemlichkeit und Passivität aus meinem Leben verbannen.

Erfolgreich werden. Ich hatte also extrem starke Beweggründe für mein Trainingsprogramm. Ebenso wusste ich auch, dass viel ältere und unsportlichere Menschen schon Marathon gelaufen sind, es war also physikalisch möglich.

Auch ich musste Rückschläge hinnehmen, musste einen ganzen Monat verletzungsbedingt auf Langstreckenläufe verzichten. Das ist nicht optimal, aber genau in solchen Situationen kann man seine Willensstärke trainieren.

Wer es gewohnt ist sich durchzukämpfen, wird auch in anderen Lebensbereichen nicht aufgeben, wenn es ungemütlich wird.

Dieser Artikel ist aus meinen Marathonerfahrungen entstanden – er verdeutlicht auf inspirierende Art, wie man durch positive Gedanken und Willensstärke einen Kreislauf des Erfolgs entwickeln kann.